Ortsumgehung B 199 - Erster Bauabschnitt möglich

    Seit mittlerweile vier Jahrzehnten ist der Streckenabschnitt der B 199 bei Handewitt mit einer 30-kmh-Kurve ein Provisorium. Seit dem bemüht sich die Gemeinde und die Region um eine dringend erforderliche Ortsumgehung. Der erste Bauabschnitt der Ortsumgehung könnte jetzt sofort kommunal geplant und dann kurzfristig durch das Land Schleswig-Holstein gebaut werden.

    Aber im einzelnen: Die aus Flensburg kommende vierspurige Schnellstraße mündet seit 1976 über die Autobahnauf- und abfahrt hinweg in eine enge, von Schutzplanken umsäumte Kurve, die nur mit 30 Stundenkilometern passiert werden kann und dann zweispurig am Scandinavian Park vorbei Richtung Westen weitergeführt wird. Nicht selten kommt es hier wegen der hohen Verkehrsdichte besonderes an Wochenenden und in den Schulferien zu langen Autoschlangen und auch zu gefährlichen Rückstaus bis auf die A 7. Seit Jahrzehnten bemüht sich die Gemeinde und die gesamte Region massiv bei den Verantwortlichen von Land und Bund um eine Ortsumgehung, die die enge Kurvensituation entschärft und im Rücken des Gewerbegebietes verläuft und hinter dem Ortsteil Unaften wieder auf die alte Trasse führt. Zuletzt waren die Planunterlagen des Landes vom Bund mit einem sog. Gesehen-Vermerk bestätigt worden, dem als nächster Schritt das Planfesstellungsverfahren für die neue Trasse hätte folgen müssen. Mittlerweile hat das Landesverkehrsministerium jedoch mitgeteilt, dass in absehbarer Zeit, mindestens aber in den nächsten 10 Jahren, nicht mit einer Planung der Ortsumgehung gerechnet werden kann. Grund hierfür sind viele vorrangige Infrastrukturprojekte im Land.

    Um aber trotzdem für flüssigere Verkehre zu sorgen und gefährliche Stausituationen zu verhindern, hat die Gemeinde und die Wirtschaftsentwicklungsgemeinschaft Flensburg-Handewitt mit Unterstützung eines Verkehrsgutachters nach alternativen Lösungen gesucht.  Im Ergebnis ist dabei der erste Bauabschnitt der geplanten Ortsumgehung mit einigen verkehrlichen Verbesserungen vorgesehen. Die aus Flensburg kommende B 199 wird über die Autobahnab- und auffahrt hinweg vierspurig weitergeführt. Die enge Kurve wird durch einen größeren Radius entschärft, so dass hier keine Geschwindigkeitsbegrenzung auf 30-kmh mehr erforderlich sein wird. Die vierspurige Trasse trifft am Knotenpunkt Gottrupel auf einen sog. Turbokreisverkehr. Dies ist ein Kreisverkehrsplatz, der nicht nur eine sondern zwei Fahrspuren aufweist und so deutlich mehr Verkehr abwickeln kann. Die Trasse wird dann weiter vierspurig am Scandinavian Park vorbei bis zur Kreuzung Ellunder Straße/Alter Kirchenweg geführt. Dort verjüngen sich die Fahrspuren wieder auf zwei Fahrspuren. Auf diese Weise wird nach der Prognose des Verkehrsgutachters die Verkehrsfähigkeit der B 199 auf den hoch belasteten ersten 1.500 Metern nach der Autobahnabfahrt erheblich verbesssert. Gerade dort ist der Verkehr nach den vorliegenden Verkehrszählungen am stärksten.

    Übernimmt die Gemeinde oder die Wirtschaftsentwicklungsgemeinschaft Flensburg-Handewitt anstelle des Landes die Bauleitplanungen, könnte schon in 2 - 3 Jahren mit dem Bau begonnen werden. Dazu wäre der Abschluss einer öffentlich-rechtlichen Vereinbarung mit dem Land Schleswig-Holstein erforderlich. Die Gemeindevertretung hat sich in ihrer Sitzung vom 28.3. für eine Fortsetzung dieser Planungen ausgesprochen.            

     

    Auf dieser Website werden Cookies gespeichert.